1. April 2017

Big Data im Fundraising

Microsoft-Gründer Bill Gates kündigte einst an, dass kein Mensch mehr als 640 Kilobyte Speicher braucht. Das sind rund 0,6 Megabyte …

Prognosen können falsch liegen. Denn sie beziehen sich auf die Zukunft. Bleiben wir in der Gegenwart: Big Data ist ein aktueller Trend. Und dabei geht es nicht um Kilobyte sondern um Terrabyte.

Kategorien: Datenbank und Innovationen.

Auf der Suche nach neuen Spendern

Die wohl größte Herausforderung ist und bleibt, neue Spender zu finden. Wir haben dazu unsere Analysen durchforstet und einige Erkenntnisse unserer Expertin Sabine Preis für Sie zusammengefasst:

 

 

Frauen und Männer
So ergeben sich aus der Kommunikationsanalyse einige interessante Fakten und demographische Profile. War vor Jahren bekannt, dass Frauen zu den großzügigeren Spendern zählen, lässt sich nun ein Ausgleich zwischen den Geschlechtern erkennen. Aktuell liegen sogar die Männer in der Reaktionsquote etwas über den Frauen – nicht aber was die Spendensumme betrifft. Eine Grafik dazu finden Sie hier.

Wohnen
Auch anhand der Wohndichte und Wohndauer gelangen wir zu interessanten Erkenntnissen. Eine längere Wohndauer ist wohl ein Zeichen von Stabilität und Spendenaffinität, korreliert aber auch mit dem Alter, da jüngere Menschen öfter den Wohnort wechseln.

Einwohner
Wenn wir uns die Einwohnerzahl genauer ansehen, spielt diese bei der Spendenbereitschaft auch eine Rolle. Hier kommt es jedoch auf den Inhalt der Organisation an. Menschen in weniger dicht besiedelten Orten unterstützen beispielsweise eher Tierrettungsorganisationen, während Spender in städtischen Regionen mehr Wert auf zum Beispiel menschenrechtliche Organisationen legen.

Die Haushaltsklassen, sprich Anzahl der Personen in einem Haushalt, haben nur auf manche Organisationen Auswirkungen, Kinder im Haushalt aber auf alle.

Ausbildung
Der Zusammenhang, dass bei geringerem Einkommen mehr gespendet wird, scheint allmählich zu verwässern, wobei generell gilt: Akademiker sind schwieriger anzusprechen. Sie sind kritischer.

Für effizientes Fundraising werden Big-Data und Data-Mining immer wichtiger. Wenn Sie sich über die Entwicklung von Big-Data interessieren, finden Sie hier einen interessanten (englischen) Artikel.  Noch ein Satz zum Begriff „Data Mining“: Er kommt aus dem Bergbau. Um das kostbare Erz vom Gestein zu trennen. Wie die Spreu vom Weizen. Apropos Heu.

Altes Problem neu gelöst
Damit sind wir bei der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Wie lässt sich diese Nadel mit zeitgemäßer Technik leichter finden? Der System-Analytiker Frank Wisniewski hat es so formuliert: Der Erfolg hängt lediglich von der Feldstärke des eingesetzten Magneten ab.

Mehr zu diesem spannenden Thema erfahren Sie beim Fundraising-Forum.

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