Warum sich Spender wie verhalten
Welche Eigenschaften, Werte und Erfahrungen machen Menschen zu Spendern? Jeder Mensch ist einzigartig, aber manchmal kann man doch vom Besonderen auf das Allgemeine schließen.
Der typische regelmäßige Spender …
… ist eine Spenderin. Befragt man die Österreicher, wer regelmäßig spendet, so fallen in diese Gruppe 18 % aller Frauen ab 15 Jahre, im Vergleich zu 11 % aller Männer. Sie hat zumindest Matura:

Sie ist Hausfrau oder Pensionistin. Diese sind am ehesten bereit zu spenden. Eine offene Brieftasche beweisen auch Beamte (8 von 10) und Selbständige (7 von 10). Bei den Arbeitern spenden 50%. (Quelle: WZB-Mitteilungen)
Ein bisschen Religiosität und Ehe kann nicht schaden: Die Spendenstudie 2008 zeigt, dass von den verheirateten Personen rund 75 % spenden. Und von den Personen, die regelmäßig zur Kirche gehen, spenden 84 %. Bei denen, die nur ab und zu einen Gottesdienst besuchen, sind es lediglich 63 % (Spendenstudie 2008).
Die unregelmäßige Spenderin...
…spendet nur ab und zu. In diese Gruppe fallen 60 % der weiblichen Befragten und 53 % der männlichen Befragten ab 15 Jahre. Seit 2007 hat sie ihr Engagement heruntergeschraubt. Haben 2007 bloß 39 % der weiblichen Spenderinnen höchstens zweimal im Jahr gespendet, sind es 2009 60 % (Quelle: Market Spendenmonitor 2009). Das könnte eine Auswirkung der Wirtschaftskrise sein.
Der Spendenmuffel…
… ist männlich – dieser Typus umfasst 34 % der männlichen Befragten ab 15 Jahre. Je jünger er ist, desto abgeneigter ist er dem Spenden. Er hat nur eine Pflichtschulausbildung und lebt eher in einer Kleinstadt (Quelle: Market Spendenmonitor 2009). Das geht auch mit dem Ergebnis von Public Opinion konform. Diese orten den größten Nichtspender-Anteil in der Berufsgruppe der Arbeiter. Hier geben 41% an, nicht zu spenden. Auf Platz 2: Die Facharbeiter mit einem Nichtspenderanteil von 36 %. Selbständige (30 % Nichtspender) und einfache Angestellte bzw. Beamte (31 % Nichtspender) liegen im Mittelfeld. Am „spendenfreudigsten” sind Landwirte (nur 11% Nichtspender) und leitende Angestellte (nur 21 % Nichtspender) (Quelle: www.public-opinion.at/wordpress/wp-content/grafikspendernichtspender.jpg vom 24.08.09).
Danke
Wir bedanken uns beim Meinungsforschungsinstitut „market“ für die freundliche Genehmigung, Ihnen hier diese Daten zur Verfügung zu stellen. Die detaillierte Studie zur aktuellen, repräsentativen Umfrage über den österreichischen Spendenmarkt können Sie unter dieser Adresse bestellen: www.market.at (Quelle: Market Spendenmonitor 2009).