Ihr Lexikon: So sprechen Sie „Fundraisisch“
Testen Sie Ihre Sprachkenntnisse im Fundraising und Marketing. Klicken Sie sich durch die wichtigsten Fachbegriffe und verbessern Sie Ihr Wording. In unserem Lexikon finden Sie die wichtigsten Begriffe in wenigen Sätzen zusammengefasst.
80:20-Regel
Diese Regel besagt, dass 80% der Spender 20% der Gesamtspenden geben und umgekehrt, dass nur 20% der Spender 80% der Spendensumme beisteuern.
Bekanntheitsgrad
Er besagt, wie viele Personen aus einer Grundgesamtheit (z. B. alle Österreicher ab 40), eine Organisation oder eine Marke kennen. Der Bekanntheitsgrad einer Organisation kann Einfluss auf die Responserate bei Spendenbriefen haben.
Capital campaign
Das ist eine organisierte, zeitlich begrenzte Fundraising-Kampagne mit dem Zweck, außergewöhnlich hohe Spenden und Spendenzusagen für einen oder mehrere definierte Zwecke zu generieren.
Corporate Social Responsibility
Unternehmen übernehmen von sich aus soziale Verantwortung und integrieren soziale Belange oder Belange in Sachen Umwelt Umweltbelange in die Unternehmenstätigkeit.
CTI
Dies bedeutet Computer Telephone Integration, also übersetzt das computerunterstützte Telefonieren. Dies liegt dann vor, wenn der Telefonfundraiser beim Telefongespräch die bisherigen Kommunikations- und Spendendaten des Angerufenen abgebildet sieht. Der Vorteil liegt darin, dass Fragen zu bisherigen Spenden schnell beantwortet werden und Datenänderungen sofort vorgenommen werden können.
EZG
Dies meint eine Einzugsgenehmigung oder Einzugsermächtigung. Der Spender erteilt von sich aus der Organisation den Auftrag, einen gewünschten Betrag einzuziehen. Die Organisation richtet daraufhin den Abbuchungsvertrag ein. Die Abbuchung erfolgt ohne weiteres Zutun des Spenders. Voraussetzung: das Konto muss gedeckt sein. Ein Widerruf der EZG ist jederzeit möglich. Die Rückforderungsfrist beträgt 42 Tage.
Face-to-Face-Fundraising
Dies meint einerseits Straßenwerber und Personen, die von Haus zu Haus gehen und um Spenden fragen. Andererseits fällt hierunter auch die Spendenwerbung an Infoständen und bei Events.
Fundraising
Das ist ein am Spender orientierter, professionell geführter, zyklischer Prozess des Ansuchens um finanzielle Unterstützung, Zeit- oder Geldspenden und deren Entgegennahme.
Fundraisingzyklus
Dieser stellt den Weg zur Spende und zur Erneuerung der Spende dar. Das Wort Zyklus deutet an, dass es sich hier um einen wiederholenden Kreislauf handelt. Die einzelnen Komponenten sind: die Prüfung des Anliegens, die Definition der Ziele, das Erheben des Bedarfs, die Analyse des Markts, das Sichern von Unterstützern und des Budgets, das Bewerten des Spendenmarkts, das Auswählen der Fundraising-Methode, das Identifizieren der Spender, das Erstellen des Fundraisingplans und des Kommunikationsplan, die Frage nach der Spende und das Erneuern der Spende.
Hausliste
Das sind alle Adressen, die sich in der Datenbank der Organisation befinden: also bestehende Spender, ehemalige Spender und Interessenten.
Hausmailing
Dieser Begriff besagt, dass ein Spendenbrief an bestehende Spender, die in der Hausliste enthalten sind, gesendet wird.
Inbound call
Das ist ein eingehender aktiver Telefonanruf einer Person bei der Organisation.
Interessent
Diese sind Teil der Hausliste, haben bisher aber noch nicht gespendet. Es handelt sich um Personen, die in irgendeiner Form Interesse an der jeweiligen Organisation gezeigt haben. Unter dem Gesichtspunkt der Adressherkunft lassen sich beispielhaft folgende Quellen zur Generierung von Interessenten nennen: Unterschriftenlisten, Petitionslisten, eingehende Telefonanrufe, Anforderung von Informationsmaterial und das Mitmachen bei Gewinnspielen.
Kalte Adressen
Dies sind die Adressen von Personen, die noch in keiner Beziehung zur Organisation stehen. Diese Adressen dürfen nur angeschrieben, aber nicht angerufen werden! Hierunter fallen auch gemietete Adressen eines Adressverlages.
Leitbild
Es enthält das Ziel der Organisation und eine klare, langfristige und strategische Vorstellung, wie diese Ziele erreicht werden sollen. Das Leitbild enthält die Werte, denen sich die Organisation verpflichtet fühlt und beeinflusst die Unternehmenspersönlichkeit ebenso wie den Kommunikationsstil.
Legate
Dies sind einmalige Spenden, die die Organisation nach dem Ableben eines Spenders erhält. Die Spende und deren Höhe wurden im Testament schon zu Lebzeiten des Spenders auf dessen Eigeninitiative hin fixiert.
Mailing
Mailing bezeichnet ganz allgemein eine Briefzusendung an Spender.
Major Gift
Major gift bezeichnet eine Großspende, z. B. 5.000,-- oder auch 100.000,--.
Mission Statement
Es ist der Organisationszweck im engeren Sinn und dient zur Orientierung, wer die Organisation und was ihr Kern ist!
Neuspender
Dies sind Personen, die im Zuge der Neuspenderakquisition für das von einer Organisation vertretene Anliegen spenden.
Neuspenderakquisition
Diese umfasst alle Maßnahmen, mit denen neue Spender generiert werden sollen. Dazu gehört der Spendenbrief an kalte Adressen, Beilagen in Zeitungen, Spendenmöglichkeiten auf der Homepage, am Inserat, auf dem Plakat, Face to Face-Fundraising, usw.
Outbound call
Das ist ein Anruf bei einer Person, die zur Organisation eine Spendenbeziehung unterhält – also zu einem Spender oder zu einem Interessenten. Ziel des Anrufes ist neben der Intensivierung der Spenderbeziehung oftmals auch die Frage nach einer Sonderspende oder Einzugsgenehmigung.
Prospectmailing
Das ist ein Spendenbrief an kalte Adressen. Ziel ist die Neuspenderakquisistion.
Reminder
Dies ist eine Marketingaktion, die über die Medien Telefon oder Brief durchgeführt wird. Sie hat das Ziel, einen bestehenden Spender, der einen gewissen Zeitraum nicht mehr gespendet hat, zu einer neuerlichen Spende zu bewegen.
Response
Dies ist der Prozentsatz der Personen, die einen Spendenaufruf erhalten und mit einer Spende darauf reagiert haben.
Sponsoring
Eine Privatperson oder ein Unternehmen unterstützt ein anderes Unternehmen, einen Verein oder eine Organisation. Diese Unterstützung kann durch Geld-, Dienst- oder Sachleistung erfolgen. In einem Vertrag ist genau geregelt, wer welche Rechte und Pflichten hat. So bekommt der Sponsor meist die Rechte zur kommunikativen Nutzung (Werbung, PR...) der Sponsoring-Aktion.
Upgrading
Das ist eine Maßnahme, um bestehende Spender dauerhaft dazu zu bringen, mehr zu spenden. Im Zuge eines Upgradings muss die Spenderbeziehung gefestigt und intensiviert werden.