30. Mai 2017

Einblicke in die Arbeit des Neunerhauses

Das wird eng werden – dachten wir, als 14 unserer Mitarbeiter sich auf den Weg in eine „Arztpraxis der anderen Art“ machten. Die Begünstigten unseres Spendenprojekts hatten uns eingeladen, die Arbeit des Neunerhauses zu besichtigen – das beeindruckte uns!

Kategorien: Spendenprojekt.

Bereits seit 1999 kümmert sich das Neunerhaus um die schlimmste Form der Armut: Wohnungslosigkeit, die in weiterer Folge krank macht! Die Zahl der 16.000 Wohnungslosen in Österreich ist erschreckend! Dabei sind viele, die bei Freunden und Familie untergekommen sind, noch gar nicht berücksichtigt. Und die Tendenz steigt weiter an!

Daher bietet das Neunerhaus mehr, als ein schützendes Dach über dem Kopf. Im Wartezimmer der zugehörigen Arztpraxis sitzen alle Altersgruppen von Menschen, die nicht versichert sind. Für viele Studenten, Menschen die Trennungen durchmachen und beim Partner mitversichert waren, Flüchtlinge und AMS-Gesperrte, für sie ist das Neunerhaus wichtige Anlaufstelle. Aber auch viele Pensionisten oder Alleinerziehende können sich trotz e-card ärztliche Zusatzleistungen nicht leisten und benötigen diese Hilfe.

Beim Rundgang waren wir von der Größe der Organisation beeindruckt. Der Ausbau hat schon begonnen, denn nach aktuellen Berechnungen werden gegen Ende dieses Jahres etwa 6.000 Patienten um eine Behandlung angesucht haben. Dann ist hoffentlich genug Platz für die Zahnarztpraxis, die Arztpraxis und auch die Versorgungsstelle für Tiere – die oft letzten treuen Begleiter obdachloser Menschen.

Insgesamt arbeiten etwa 100 Angestellte im Neunerhaus sowie 100 ehrenamtliche Ärzte und Helfer, denen keine Distanz zu weit ist. Denn sogar aus Vorarlberg reist einmal im Monat ein Arzt an, um die Mittellosen zu behandeln.

Wir sind begeistert von dem Engagement und freuen uns, dass wir mit unserer büro-internen Spendenaktion einen Beitrag zum Ausbau leisten!

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