Telefonfundraising in Zeiten der Krise – DIRECT MIND

28. Juli 2020

Telefonfundraising in Zeiten der Krise

Am 16. März 2020 war plötzlich alles anders: Lockdown. Österreich war im Homeoffice. Österreich war zu Hause. Und das hat neben „Stromschnellen im Fahrwasser des Lebens“ auch einige Chancen geboten…

Kategorien: Leistungen und Markt-Themen.

Denn: Das Telefon erlebte ein Revival – es wurde zur sozialen Nabelschnur, zur Verbindung zur Welt und zum Placebo für direkten menschlichen Kontakt. So telefonierten die Österreicher während der Corona-Krise um 81 Prozent mehr, als zuvor.

Die nächsten Tage waren voller Fragen: Sollen Telefonfundraising-Maßnahmen verschoben oder gestrichen werden? Werden die Spendenzusagen einbrechen?

Am 23. März haben wir aus Fragen Tatsachen geschaffen und das Telefon- fundraising wieder aufgenommen – natürlich unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen.

Ab dann hieß es: Daumen drücken! Denn unser Social Call hatte zwar die Telefonfundraising Erfahrung von den letzten 20 Jahren auf seiner Seite, aber eben keine Glaskugel, um in die Zukunft blicken zu können.

Dann das Aufatmen – mitten in der Krise: Schnell haben wir erkannt, dass das Telefonfundraising während der Corona-Krise sehr gut funktionierte und die Spender sich über die Anrufe sehr erfreut zeigten.

 

Das Ergebnis? Sehr erfreulich.

Die Corona-Krise hatte also nicht nur positive Auswirkungen auf das Telefonfundraising, sondern auch auf sämtliche Aktionen, die sehr erfreuliche Ergebnisse erzielten und sogar ausgeweitet wurden.

Die Erreichbarkeit war sehr gut. So konnten wir beispielsweise von ca. 3.800 Adressen, die uns eine Organisation bereitstellte, rund 2.200 Spender erreichen. Davon waren rund 14 Prozent bereit, dauerhaft zu spenden – und zwar mit mehr als durchschnittlich 150€ pro Jahr. Bei einem Life Time Value von 12,5 konnten wir über diese eine Telemarketing Aktion fast eine halbe Million Euro generieren.

 

Welche Gründe für Telefonfundraising gibt es?

Nach mehr als 20 Jahren Erfahrung im Telefonfundraising wissen wir, welche Argumente, Anlässe und Zeitpunkte den größten Erfolg versprechen. Und wir wissen auch: ein Gespräch am Telefon tut gut – es stärkt die Bindung und das Vertrauen zwischen NPO und Spender. Und es gibt viele weitere Projekte, die eine NPO mit Telefonfundraising nutzen sollte. Denn sie sind alle erfolgreich:

  • Welcome-Call
    Unmittelbar nach erster Spende heißen wir Neuspender ganz herzlich willkommen. Ein Anruf ohne Frage um eine Spende verstärkt die Bindung zum Förderer und kann zukünftige Telefonfundraising-Projekte vorantreiben.
  • Aktive Spender
    Aktive Spender sind der Kern Ihres Spendenpools und deshalb ist es auch wichtig, dass sich diese Spender auch weiterhin mit Ihrer Organisation identifizieren. Wir bedanken uns bei Ihren Spendern für deren Vertrauen in Ihre Arbeit und fragen mit viel Einfühlungsvermögen um eine weitere Spende bzw. die Einwilligung für eine Einzugsermächtigung.
  • Inaktive Spender
    Wir gewinnen Spender zurück, die schon mehr als 12 Monate nicht aktiv waren. Wichtig dabei ist aber, dass die letzte Spende nicht zu weit in der Vergangenheit liegt.
  • Single Donor Reminder
    Ziel ist es Spendern, die nur eine einzige Spende getätigt haben, mit viel Einfühlungsvermögen die Notwendigkeit von regelmäßig getätigten Zuwendungen nahezulegen.
  • Stornoreaktivierung
    Manchmal entscheiden sich Spender, die dauerhafte Unterstützung für eine Organisation zu beenden. Wir fragen nach, ob es einen bestimmten Grund gibt, warum der Spender nicht weiter spenden möchte und versuchen, den Spender wieder für die Arbeit der Organisation zu begeistern.
  • Upgrading
    Wir rufen bestehende Spender an, erzählen über die Projekte und fragen um eine Erhöhung des bestehenden Vertrages.
  • Notfälle und vieles mehr…

 

Fundraisingregel Nummer 1:

„Wer nicht nach Spenden fragt, bekommt keine!“

In diesem Sinne: Eine Investition ins Telefonfundraising zahlt sich aus. In Zeiten von Covid19 und Social Distancing mehr denn je.

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