Case Study

OÖ Tafel – das Rezept zum Erfolg?

Die Ausgangssituation

Einsparungen des Staates aber auch schwierige Lebensumstände stellen Menschen oft vor Herausforderungen, die sie alleine nicht mehr meistern können. Die OÖ Tafel ist eine private Sozialeinrichtung, die Bedürftige mit Mahlzeiten und vergünstigte Lebensmittel und Kleidung versorgt. Betroffen sind Alleinerziehende, Familien mit Kindern, Langzeit-Erkrankte, Mindestpensionisten, Haftentlassene oder Langzeitarbeitslose. Trotz der vielen ehrenamtlichen Helfer, braucht es finanzielle Mittel für das breite Angebot.

Die Idee

Auch in Österreich, einem der reichsten Länder in der EU, leiden Menschen an Hunger. Das gilt es erst bewusst zu machen! Mit zwei kreativen Mailings nehmen wir die Großzügigkeit beziehungsweise das Mitgefühl der Landsleute genauer unter die Lupe. Dabei testen wir einen klassischen, gefühlsvollen Ansatz und einen Zugang, der das Kochen mehr ins Zentrum rückt…

Die Umsetzung

Variante 1

Essen und Kochen sind immer ein wichtiges Thema. Daher haben wir uns im ersten Brief auf eine wichtige Zutat konzentriert: Herzenswärme! Auf dem Kuvert kündigen wir ein Rezept an. Die einleitenden Worte im Brief schildern die verzweifelte Lage einer Frau, die sich zwischen heizen und essen entscheiden muss. Im Kuvert befinden sich zusätzlich Profi-Tipps für Rezepte mit der Bitte um eine Spende.

 

Variante 2

Die Not im Vordergrund. Oder doch den Eigennutz?

Am Kuvert ist noch nicht ganz klar, für wen die 18 Euro und 30 Cent sind. Für mich als Leser? Erst im Brief wird verständlich, dass eine Frau mit Mindestpension für den Rest des Monats damit auskommen muss. Und das ist wenig Geld für viel Zeit.

 

Das Ergebnis

Beide Varianten zeigten sehr erfreuliche Resultate. Die Version mit der leeren Haushaltskasse in der Monatsmitte hatte die Nase leicht vorne. Gemeinsam mit der OÖ Tafel freuen wir uns, dass beide Briefe super funktioniert haben.