28. März 2019

3. NPO Communication Summit

Automatisierung, Algorithmen und künstliche Intelligenz haben auch im Non-Profit-Sektor Einzug gehalten. Bei diesem Event vom FVA ging es darum, wie sich die Kommunikation mit den Spendern dadurch verändert und welche Tools dabei helfen können.

Kategorien: Innovationen und Markt-Themen.

Ganz unter dem Motto „Automatisch besser? Wie Automation die Kommunikation verändert“ berichteten Experten, wie sie dieser Herausforderung gegenüberstehen.

 

Kommunikation der Zukunft

Jürgen Polterauer zeigte mit seiner inspirierenden Keynote „Wenn Bots mit Bots sprechen“, wie sich die Kommunikation in Zukunft gestalten könnte. Menschen werden zu Datensätzen und die Digitalisierung öffnet neue Wege, sich ihnen zu nähern. Wir alle kennen die besten Beispiele für einen solchen Zugang: Siri und Alexa zählen zu den berühmtesten Bots. Auch wenn sich manche vor diesen digitalen Assistenten fürchten, bringen sie eindeutige Vorteile:

Bots sind zwar keine Menschen, aber

  • schneller und kommunizieren in hohen Frequenzen
  • nehmen Kreativität anders war
  • sind echte Anwälte ihrer Besitzer
  • sind ehrlich
  • haben keine sprachlichen Barrieren
  • haben keine Ängste

Markenkommunikation wie wir sie kennen ist tot. Heute zählt für die Marke der Mehrwert über digitale Kanäle. Als Best-Practice Beispiel dafür nennt Polterauer Adidas mit der Applikation runtastic. Mit dieser Software hat es Adidas geschafft, den Markenwert zu steigern. Denn mit den aufgezeichneten Kundendaten lassen sich zielgenauere Angebote schnüren.

 

Menschen wollen Einfluss nehmen. Besonders in digitalen Kanälen. Folglich rät Polterauer bei Anfragen, möglichst schnell zu sein. „Besser schnell, als perfekt!“ ist seine Devise. Er scheut dabei auch nicht vor sogenannten Bots zurück. Also computergenerierte Antworten.

 

Die Zukunft der Suche

Die Art, wie wir im Internet suchen, verändert sich rasant. Daniel Marx hat vor Augen geführt, wie wichtig es ist, Information universal zugänglich und vor allem optimiert für den Nutzer zu gestalten.

Immer intelligentere Algorithmen führen dazu, dass sich Suchergebnisse ganz anders darstellen. Vor zehn Jahren tauchten in der Google-Suche an die 20 blaue Links auf. Gibt man heute denselben Begriff ein, erscheinen passende Fotos, Videos, eventuell die Lage auf Maps, eine Definition oder auch Öffnungszeiten. Wer das berücksichtigt, wird leichter gefunden!

 

Marketing-Automation im Lifecycle

Eva Hieninger rückte die Vorteile von Automation in den Vordergrund: Mit Marketing-Automation können Organisationen die richtige Botschaft zum passenden Zeitpunkt auf dem bevorzugten Kanal übermitteln und in Echtzeit auf die individuellen Bedürfnisse und Rückmeldungen ihrer Unterstützer reagieren.

 

Zusammenfassend bringt sie es auf den Punkt: Der Mensch muss nach wie vor im Mittelpunkt stehen, nicht die Maßnahme oder der Kanal. Außerdem ist es essentiell, dass nicht nur der Inhalt, sondern auch das Timing stimmt.

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