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Datenschutz und KI: neue Entwicklungen!
Markt-Themen

Es tut sich etwas in der EU. Wenn alles gut geht, wird für die meisten von uns manches leichter. Aber nicht zwingend einfacher. Wie immer lohnt es sich, mehr zu wissen:

Mehr als nur Gerüchte
Die Anzeichen verdichten sich. Was lange als unmöglich galt, wird bereits offiziell diskutiert: eine Reform der Datenschutzgrundverordnung. Die EU-Kommission plant, die Pflichten aus der Verordnung für kleine und mittlere Organisationen (und Firmen) zu verschlanken. Wo genau die Grenze gezogen werden könnte, ist noch unklar. Im Gespräch ist eine Mitarbeiteranzahl von 500. Die Grundidee für die Reform entspringt folgender Überlegung: Muss eine kleine Organisation wirklich das Gleiche leisten, wie ein großer, internationaler Konzern? Das ist nicht gerecht und verzerrt die Chancengleichheit. Daher sollen die rechtlichen Auflagen – speziell für die Aufzeichnungspflichten – angepasst werden.

Die DSGVO steht in enger Verbindung zum AI-Act, in dem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Europa geregelt wird. Darin wird festgehalten, welche sieben zentrale Anforderungen erfüllt werden müssen, um ein ethisches und vertrauenswürdiges KI-System zu erstellen:

1) Menschliches Handeln und Aufsicht
2) Technische Robustheit und Sicherheit
3) Datenschutz und Datenverwaltung
4) Transparenz
5) Vielfalt, Nichtdiskriminierung und Fairness
6) Gesellschaftliches und ökologisches Wohlergehen
7) Verantwortlichkeit

Übrigens: Ähnliche Punkte gibt es fast überall – auch in China. Nur sind sie selten verpflichtend und werden oft anders interpretiert. Nicht zum Schutz der Einzelperson.


Datenschutz und KI
Die aktuelle Diskussion der EU-Kommission nimmt unter anderem einen Vorschlag von Prof. Wendehorst auf. Es geht im Wesentlichen darum, die Hindernisse für Innovationen im Bereich der KI und den Aufwand im Datenschutz zu reduzieren. Der Kerngedanke dabei: Welche Risiken sind damit verbunden? Für den Einzelnen? Und für die Gesellschaft? Wo das Risiko gering eingeschätzt werden kann, sind dann weniger Schutzmaßnahmen notwendig.


Risiko als Entscheidungsfaktor
Was ist aber riskant? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Daher beschäftigen wir uns schon einige Zeit damit. Gut ist es, wenn man dabei über den Tellerrand blickt. Hier als kleiner Service drei Links zu diesem Thema.

  • NIST, kostenlos und ein guter Überblick für gutes Risikomanagement. Hier geht es zum externen Link.
  • Für Richtlinien zu Cyber-Security: Hier geht es zum externen Link.
  • Die IEEE-Reihe beschäftigt sich mit Ethikstandards, Transparenz und Überlegungen zu algorithmischen Verzerrungen. Hier geht es zum externen Link.


Sie sehen, es wird nicht zwingend einfacher. Aber vielleicht doch! Wir halten Sie jedenfalls auf dem Laufenden. Und das schon sehr bald: Freuen Sie sich auf das kommende Fundraising-Forum am 15. Mai, wo wir in einem Vortrag auch zeigen, was wir bei den rechtlichen Fragen rund um die KI alles berücksichtigen.

29. April 2025

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