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OMR-Festival: Das Wichtigste in Kürze
Innovationen
Markt-Themen

Das Online Marketing Rockstar-Festival 2026 war mit rund 70.000 Besucher*innen, über 800 Speaker*innen und mehr als 1.000 Ausstellern größer denn je. Aber es war nicht nur groß, es war auch großartig. Kein Wunder, handelt es sich doch um das relevanteste Event für Marketing und Digitale Wirtschaft in Europa – mit einer guten Mischung aus inspirierenden Vorträgen, spannenden Diskussionen und Networking-Möglichkeiten. Wir waren drei Tage lang in Hamburg mit dabei. Wie es war, das berichten wir hier. 

 

Wie es war:
Es war beeindruckend, inspirierend und beflügelnd. Denn die Dimension dieser Veranstaltung ist riesig – von der schlichten Größe her und davon, wie viele Branchen an einem Ort waren.

Was wir mitgenommen haben: 

KI ist nach wie vor ein großes Thema. Es ging heuer viel mehr als im Vorjahr um die praktische Anwendung und um Business Cases. Der Fokus lag darauf, wie KI-Lösungen optimal eingesetzt werden können, um die eigenen Zielgruppen punktgenau zu erreichen, dabei aber gleichzeitig authentisch, unterscheidbar und wiedererkennbar zu sein. Der Tenor vieler Sessions war: Die Technologien sind da. Die eigentliche Frage ist, ob Europa den Mut hat, daraus echte Geschäftsmodelle, neue Marktführer und globale Relevanz zu entwickeln. Auch Christian Sewing von der Deutschen Bank stieß in dieses Horn. Sein Appell an Politik und Wirtschaft lautete, dass Europa bei KI, Innovation und Kapitalmarkt endlich entschlossener handeln müsse.

Digitale Sichtbarkeit verändert sich gerade. Wie sehr, das hat die jährliche „State of the Internet“-Keynote des OMR-Gründers Philipp Westermeyer und des OMR Head of Contents Roland Eisenbrand eindrucksvoll gezeigt. Selten wurde so klar formuliert, wie fundamental sich digitale Sichtbarkeit gerade verändert: Google entwickelt sich zunehmend von der Such- zur Antwortmaschine, klassische SEO verliert an Exklusivität, Plattformen wie Reddit gewinnen an Vertrauen und Content muss künftig nicht nur Menschen überzeugen, sondern auch Maschinen. Kurz gesagt: Sichtbarkeit wird neu verteilt.

Personal Branding ist immer noch wichtig für den Erfolg. Der Auftritt von Heidi Klum zum Thema Personal Branding, Unternehmertum und Konsequenz hat daran erinnert, dass auch die analoge Welt ihre Stärken hat: Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Drive, eigene Ideen sind ebenfalls wichtig für den Erfolg.

Dies geht mit Authentizität, Glaubwürdigkeit und Hyperpersonalisierung konform. Denn Geschichten so zu erzählen, wie sie passiert sind und dabei individuell auf die Zielgruppe einzugehen, wird immer wichtiger, um Aufmerksamkeit zu generieren. Hier bietet sich eine Schnittstelle zu KI-Anwendungen – und zwar durch Automatisierung und relevanten Kontext. So wurde darauf hingewiesen, dass bei E-Mail-Kampagnen der Trend hin zu Hyperpersonalisierungen geht – mit dem Ziel, Personen genau dort zu erreichen, wo sie „angetroffen“ werden wollen. Das bedeutet: Das Verhalten und die Vorlieben der User*innen wird eine zunehmend stärker werdender Rolle in der Kommunikation spielen und Marketing Automationen werden wichtiger werden. 

Datensilos als Selbstzweck sind out. Es geht darum, wie diese Daten sinnvoll eingesetzt werden können, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Und das gelingt mit Individualisierung bis hin zu Hyperpersonalisierungen. 
 
Unser Resümee: 
Die OMR 2026 in Hamburg hat einmal mehr gezeigt, warum sie zu den relevantesten Treffpunkten der europäischen Digital- und Marketingbranche zählt. Auch wenn sich die digitale Welt wandelt, eines ist fix: Wir kommen nächstes Jahr wieder. Ganz bestimmt.

22. Mai 2026

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